Campus Süd – Städtebau und Freiraum

Perspektive Campus Süd

Städtebau

Die Verknüpfung des Campus Süd mit den zentralen Universitätseinrichtungen am Unteren Schloss ist durch die großen Höhenunterschiede zwischen den unterschiedlichen Ebenen geprägt. Daher erfolgt sie über die bestehenden, teils recht versteckten und potenziell auszubauenden Treppen zwischen Löhrtor, Häutebachweg, Obergraben und Grabenstraße und die neue, barrierearme Verbindung durch die Villa Sauer und den Mensaneubau. In Step 2 sieht der Entwurf zudem eine öffentliche Treppen- und Rampenanlage westlich der Gaststätte „Zum Häutebacher“ vor, die im Rahmen der Umgestaltung der Bebauung der Siegener Zeitung ermöglicht wird.

Die Neubauten auf den Grundstücken des Hallenbads und westlich des Löhrtors orientieren sich in ihrer Ausrichtung an dem neuen Grünzug entlang der Weiß, welcher durch die geplante Fuß- und Radbrücke auch das Haus der Musik neben dem Gymnasium am Löhrtor einbezieht. Durch die scheinbar freie Stellung der in ihrem Footprint identischen Baukörper entsteht eine raumbildende Folge von Gebäuden und Freiflächen, die in beiden Entwicklungsabschnitten das Umfeld der Weiß komplett verwandeln und in das Bewusstsein der Siegener zurückholen. Zugleich gruppieren sich die Gebäude um den Campusplatz, in dessen Gestaltung die prägnanten Bestandsbäume einbezogen werden. Am Löhrtor bilden die Neubauten zur Spandauer Straße/Frankfurter Straße hin eine repräsentative Auftaktsituation aus, die den Übergang zur Oberstadt einläutet.

Lageplan Campus Süd

Freiraum

Der südliche Campus stellt sich hingegen als neue „Grüne Lunge“ des universitären Lebens dar. Die bisher teilweise überbaute Weiß wird geöffnet, ökologisch verbessert und in der Verbindung mit dem Weiß-Flickschen Grundstück zu einem neuen Grünzug umgestaltet. Dieser wird durch neue Wege vernetzt und bietet unterschiedliche Möglichkeiten zum Aufenthalt am Wasser. So entsteht ein naturnah gestaltetes Retentionsbecken, welches einerseits zur Pufferung von Hochwassern, andererseits als Rückzugsraum inmitten des Grünzugs dient und die Neubauten westlich des Löhrtors als Bauwerke am Wasser inszeniert. Der Bereich des Neubaus östlich des Löhrtors wird durch die Öffnung der Weiß mit Integration einer Sitzstufenanlage unter Erhalt der Kirschbäume zu einem neuen Ort mit besonderer Anziehungskraft. An der Straßenmündung des verkehrsberuhigten Häutebachwegs zum Lohrtör entsteht auch im Süden ein zentraler, offen gestalteter Platz, der als neue Adresse und Ankommensort des Campus dient.

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