Campus Nord – Architektur und Nutzungen

Perspektive Campus Nord

Architektonisches Konzept

Die Gebäude des Campus Nord formen ein Ensemble mit situationsspezifischer Qualität. Alle am Campusanger anliegenden Universitätsbauten zeichnen sich durch eine gleiche Materialität aus, wodurch die qualitativ vielseitigen Raumsituationen – nach Nordwesten die Anbindung an die urbane Innenstadt und nach Südosten die topografisch geprägte Anbindung an den Campus Unteres Schloss – wieder atmosphärisch zusammengebunden werden. Die prägnante Topografiekante des Siegberghangs im Südosten, in welche die Gebäude zum Teil behutsam hineingelegt werden, prägt auch die Materialität des Campus Nord. Alle Gebäude werden mit einer gleichen Art einer Sandsteinfassade bekleidet und erhalten somit einen soliden und geerdeten Charakter. Gemeinsam mit der großen Freitreppe als geradlinige und selbstverständliche Verbindung zur Überwindung der großen Höhendifferenz wirken die Gebäude wie ein Massiv, welches subtraktiv bearbeitet wurde und den nackten Fels zum Vorschein bringt. Ähnlich subtraktiv wie die Freitreppe erscheint auch eine horizontale Aussparung im Hörsaalgebäude auf der oberen Ebene. Diese geleitet mobilitätseingeschränkte Passanten zu dem öffentlichen Aufzug, der als Schnittstelle zwischen Gebäude und öffentlicher Wegeführung auch außerhalb der Öffnungszeiten des Gebäudes nutzbar ist. In den Erdgeschossbereichen rund um den Campusanger reißen die massiven Fassaden großflächig auf und öffnen die Gebäude zum öffentliche Raum, wodurch einladende Kontaktzonen entstehen.

 

Nutzungen Campus Nord

Nutzungen

Die Universitätsnutzung des Campus Nord besteht aus einem Geflecht von Instituten, in denen jeweils die Erdgeschosszone über Foyers und halböffentlichen Arbeitsräum die Schnittstelle zur Öffentlichkeit bildet. Die zur Sieg nach Nordwesten orientierte Gasse wird flankiert von dem Fakultätsgebäude I und gegenüberliegend den Instituten der Romanistik, Germanistik und Anglistik. Flankierend an der Nordseite des Campusangers befindet sich das Institut für Geschichte und die Arbeitsplätze der Bibliothek im ehemaligen Hochbunker. Am nördlichen Abschluss des Angers und in den Innenhof hineingeschoben wird das Seminargebäude verortet, welches über eine Brücke an das gegenüberliegende Institutsgebäude angebunden wird und so die Vernetzung auch in der oberen Ebene fortsetzt. Südlich des Angers erhält die alte Textilfabrik durch einen Ergänzungsbau ein neues Gesicht nach außen, wodurch hier ausreichend Raum für die Institute der Sozialwissenschaften und Philosophie entsteht. Den südöstlichen Abschluss des Angers bildet das Hörsaalgebäude, welches die Hörsäle bündelt und so einen zentralen Anlauf- und Treffpunkt am Campus Nord bildet. Unter den Neubauten an der nördlichen Angerseite und unter dem Hörsaalzentrum entstehen eingegrabene Parkgaragen mit der geforderten Anzahl von rund 260 Stellplätzen, die barrierefrei angebunden sind und vorwiegend über die nördliche Friedrichstraße/Juliusstraße angedient werden.

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